Von Sven Hansel – 08.03.11 – Kategorien: Allgemein,Immobilien,Nachhaltigkeit
Nachhaltig errichtete und bewirtschaftete Immobilien sind kein Nischenthema mehr, sondern sie werden zunehmend ein “fester Bestandteil des Immobilienmarktes” werden. Zu dieser Einschätzung kommt Hermann Horster, Hamburger Niederlassungsleiter von BNP Paribas Real Estate Consult, im Interview mit dem Onlinemagazin greenImmo. Horster dazu: “Die Investoren und Projektentwickler, die “grüne Immobilien” bevorzugen, sind kühle Rechner. Sie reagieren auf den Druck des Gesetzgebers und vor allem auf eine steigende Nachfrage der Mieter nach zertifizierten Objekten. Das ist eine richtige Welle, die aus den USA zu unser herüberschwappt.” Grund seien die amerikanischen “Corporate Social Responsibility”-Kriterien, die dazu führten, dass die Nachfrage nach entsprechenden Objekten stetig steige. Der Experte prophezeit darüber hinaus einen “trickle-down-Effekt” , so dass die Zertifizierung mittelfristig auch die Nebenlagen und die Bestände erreichen werde.
Dazu passt, dass Hamburg zur neuen Öko-Hauptstadt gekürt wurde. “Den Titel verleiht die Europäische Kommission in Brüssel, prämiert werden herausragende städtische Projekte für Klima- und Umweltschutz. Außerdem verpflichtet sich die Stadt, den Kohlendioxid-Ausstoß bis 2020 um 40 Prozent und bis 2050 um 80 Prozent zu verringern”, schreibt das Handelsblatt. Und weiter: “Gebäude spielen dabei eine Hauptrolle – und da hat die Elbmetropole einige Erfolge vorzuweisen: 18 Prozent aller deutschen Objekte in ökologischer Bauweise und versehen mit entsprechenden Zertifikaten stehen in Hamburg. Das ergibt eine Studie des Immobilienberaters Cushman & Wakefield (C&W).” Besser sei diese grüne Bilanz demzufolge nur noch in München.
Auch, wenn diese Fakten eindrucksvoll belegen, wie wichtig nachhaltiges Bauen und Bewirtschaften ist, zeigen valide Studienergebnisse jedoch, dass sich beispielsweise Projektentwickler, Bauträger und auch Architekten mit dem Thema Green Value durch strukturierte Zertifizierung noch schwer tun. Jedoch in den meisten Fällen offensichtlich nur deshalb, weil ihnen der damit verknüpfte Prozess zu aufwändig und kostenintensiv zu sein scheint. Ein Trugschluss, denn die ökonomischen Positiveffekte gehen mit den ökologischen einher. Auf der Website der conject AG können Interessenten deshalb ein kostenloses Whitepaper herunterladen, das über den Zertifizierungsprozess aufklärt und mit Praxistipps erfahrener Experten und am Beispiel des wichtigsten Nachhaltigkeitssiegels – der DGNB-Zertifizierung – aufzeigt, wie dieser prozessoptimiert ablaufen kann. Und auch das renommierte Fachmagazin Zeno schreibt in seiner Märzausgabe über das Whitepaper.
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