Von Koray Karaali – 05.10.10 – Kategorien: Allgemein,Events
Normalerweise geht man morgens in „sein“ Büro und der Schreibtisch ist altbekannt. Nicht so im Experiment „Jobtausch“, das jetzt acht Personen aus der Bau- und Immobilienbranche gewagt haben. Sie waren die Ersten, die sich trauten, einen Tag ihren Platz für den eines/einer anderen herzugeben. Job-Rotation nennt das die Wissenschaft. In diesem, von conject initiierten Projekt sicher noch nicht ausgereift zur Entfaltung gebracht, aber immerhin ein Anfang. Das findet auch Thomas Lehnert, Senior Editor für Fachbücher und Zeitschriften der Technik im Springer-Verlag Berlin/Heidelberg, der die Aktion begleitet hat. „Solche Mittel“, sagt er, „sind gut erprobte Werkzeuge für den Personal- und Wissenstransfer, die zur Persönlichkeits- und Unternehmensentwicklung beitragen.“
Was also war geschehen?
Im Frühjahr 2010 rief conject zum Mitmachen beim Experiment „Jobtausch“ auf. Ulrike Silberberg (stv. Chefredakteurin Bundesbaublatt), Bertram Subtil (Marketingleiter Arcadis Deutschland), Stephan Barasits (Leiter Immobilienmanagement Wien Holding) und Peter Böttcher (Professor am Fachbereich Bauingenieurwesen der HTW Saarland) sagten: Ja, wir sind dabei. Auf der anderen Seite vier Mitarbeiter von conject – zwei Manager, zwei aus dem Partnerkreis. So wechselte eine Journalistin auf die Seite der Unternehmenskommunikation und ein Marketingspezialist für das Projektmanagement lernte die im Softwarehaus zur Anwendung kommenden Online-Tools kennen. Der Geschäftsführer aus Wien fühlte sich in München in eine Managementrolle ein und ein Professor kam in die Verlegenheit ein Unternehmen zu führen, während der Vorstandsvorsitzende im Hörsaal am Flipchart stand und sich im Vorrechnen übte…
Leider, weiß Thomas Lehnert, „bieten nur 14 Prozent der Unternehmen Job-Rotation an und fördern damit das Erlernen neuer Arbeitsmethoden.“ conject hat einen ersten Schritt gemacht – mit einschlägig gutem Ergebnis. „Am liebsten würden wir das viel öfter machen“, hieß es allerorten. Warum, das können Sie nachlesen in der kleinen Dokumentation zum Projekt.
am 18. Oktober 2010 um 14:57 Uhr
Leider habe ich erst im Nachgang von dieser Aktion gehört, die ich sehr spannend finde. Ich halte es für höchst wichtig, auch als “professional” mal den Blick hinter andere Kulissen zu werfen. Meist endete diese Einblickmöglichkeit ja mit den Praktika im Studium.
am 19. Oktober 2010 um 11:54 Uhr
Hallo Herr Hantel,
Ihre Aussage trifft auch den Tenor der ‘Professionals’ die bei unserer Aktion mitgemacht haben. Es kann unheimlich erfrischend sein, für eine kurze Zeit eine andere ‘Brille’ auf zu haben.
Wenn wir wieder so eine Aktion planen sollten, dann werden wir Sie gerne berücksichtigen.
Viele Grüße aus Duisburg
Koray Karaali
conject AG