Von Koray Karaali – 04.01.11 – Kategorien: Allgemein
Die Spanische Regierung kürzt die staatliche Förderung bestehender Solarstromwerke. Betroffen sind hiervon auch die Renditen deutscher Fondsanleger, es wird vermutlich keine Ausschüttungen mehr geben.
In den Jahren 2008 und 2009 hatten geschlossene Fonds aus Deutschland in Spanien insgesamt mehr als 630 Millionen Euro investiert. Durch die Einspeisevergütung die auf 25 Jahre staatlich garantiert worden ist schien es wie ein Geschäft ohne Risiko. Die dramatische Lage des Spanischen Haushalts hat die Regierung jetzt zu diesem Schritt gezwungen.
Der Energieminister Miguel Sebastiàn gab für die Solarförderung im Jahr 2010 rund vier Milliarden Euro aus. Nun werfen die Anlagen, die vor September 2008 ans Netz gingen und besonders hohe Entgelte kassieren, um rund 15 Prozent weniger ab.
Noch hat das Parlament dem Gesetz nicht zugestimmt, dies gilt aber als wahrscheinlich. “Die Regelung kommt für uns völlig überraschend”, sagt Gert Waltenbauer, Geschäftsführer des Initiators KGAL. Drei seiner Fonds sind betroffen, bei zweien schlagen die Änderungen voll auf die Renditeprognose durch: Für 2011 bis 2013 sinken die Ausschüttungen wohl auf 1,5 Prozent, geplant waren sechs bis acht Prozent.
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