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Amerikanisches Unternehmen setzt Greenbuilding-Maßstäbe

Von – 28.04.11 – Kategorien: Architektur

„Nicht kleckern, sondern klotzen“ – ist ja schon immer ein bedeutender Teil der US-amerikanischen Geschäftsphilosophie gewesen. Das erfährt man als europäischer Besucher immer dann auf eindrucksvolle Weise, wenn man riesige Unternehmenszentralen besucht, die selbst im Hochsommer mittels gigantischer Klimaanlagen auf annähernde Kühlschranktemperatur gebracht werden. Dass das Motto indes auf angenehme Art und Weise auch exakt andersherum genutzt werden kann, zeigt in diesen Tagen das amerikanische Unternehmen SAS Institute, weltweit größtes Softwarehaus im Privatbesitz des Milliardärs Jim Goodnight.

Das Unternehmen im Bundesstaat North Carolina hat nämlich sein neuestes Gebäude („Building C“, 683 Büros auf rund 26.000 Quadratmetern) als besonders innovatives Greenbuilding angelegt und ist dabei weit über die üblichen Modifikationen hinaus gegangen.

So sollen Solarzellen rund drei Prozent des Energiebedarfs des Building C abdecken und darüber hinaus die Warmwasserversorgung gewährleisten. Zudem sind für die Büros moderne Kühlanlagen und Heizungssysteme verwandt worden, die den Energiebedarf um 20 Prozent senken sollen. Geräte zur Wasseraufnahme und zwei Zisternen mit einer Kapazität von jeweils 75.000 Litern sammeln Regenwasser und haben zum Ziel, den Wasserbedarf um 30 Prozent zu senken. Sukkulenten auf den Gebäudedächern dienen darüber hinaus als natürlicher Klimaschutz. Harthölzer aus der Gegend, die für den Bürokomplex gefällt wurden, finden sich zu Sitzmöbeln umgearbeitet im Gebäudeinnern wieder und draußen als Mulch. Und sogar die Energie der zu Boden sinkenden Fahrstühle von Building C wird wieder verwendet.

Sukkulenten dienen als natürlicher Klimaschutz auf den Dächern von Building C

Schließlich hat der IT-Konzern eine Landwirtin und Schäferin eingestellt, deren Tiere als natürlicher Rasenmäher dienen sollen. Außerdem baut diese neue Mitarbeiterin auf dem Firmengelände fortan Gemüse an, das in der Firmenkantine Verwendung findet.

Grünpflanzen im Gebäudeinnern werden mit aufgefangenem Regenwasser versorgt

Angesichts all dieser Errungenschaften wundert es nicht, dass SAS sicher ist, das Gebäude bei der anstehenden LEED-Zertifizierung problemlos mit einer Platin-Plakette ausgezeichnet zu bekommen.

Alles nur „Biospinnerei“? Mitnichten! Dieses eindrucksvolle Greenbuilding-Beispiel aus den Vereinigten Staaten kann durchaus auch für deutsche Unternehmen interessant sein. Denn durch fundierte Zertifizierung gelingt den beteiligten Unternehmen dort etwas ganz Außerordentliches, nämlich »Green Value« zu erzielen. Heißt: Durch ernsthaft betriebene Zertifizierung steigen ökologischer und ökonomischer Wert von sowohl Neu- als auch Bestandsimmobilien. Das bedeutet echten ökologischen Gewinn und mehr finanzielle Wertigkeit, eine unschlagbare Kombination.

Wie das im Detail funktioniert, können Sie detailliert in einem conject-Whitepaper nachlesen.

Bäume, die für das Gebäude gefällt wurden, hat das Unternehmen beispielsweise zu Sitzbänken verarbeitet


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