Von Christoph Berger – 04.01.11 – Kategorien: Architektur,Immobilien
Die Ansprüche sind hoch: Am Klinikum Frankfurt Höchst will man nichts anderes als die erste Passivhausklinik Europas bauen. So teilte es zumindest das Gesundheitsderzernat der Stadt im Juli 2010 mit. Mit dem Neubau, der 2015 abgeschlossen sein soll und der das alte Hauptgebäude ersetzen wird, wolle die Stadt Frankfurt einen weiteren Meilenstein für energieeffizientes Bauen setzen.
“Wir wollen zeigen, dass nicht nur im Wohnungs- und Schulbaubereich nachhaltiges und klimaschonendes Bauen möglich ist, sondern auch in den Spezialbauten”, sagte Dr. Manuela Rottmann, Dezernentin für Umwelt und Gesundheit. 173 Millionen Euro werden dafür benötigt. Zum größten Teil werden die von der Stadt Frankfurt finanziert. Das Land Hessen beteiligt sich mit etwa 51 Millionen Euro. Dieses Jahr wird mit dem Bau begonnen.
Ziel des Bauvorhabens ist es, effektivere Strukturen und Versorgungsabläufe zu schaffen, die der Medizin und Pflege zu Gute kommen – und wenn alles wie geplant läuft, dann auch den Patienten. Dazu soll eine auf Zentren orientierte Infrastruktur geschaffen werden, die neben den Kernbereichen besteht. Gedacht wird dabei zum Beispiel an ein Onkologisches Zentrum oder ein Kinderzentrum. “Mit einem unter ökologisch nachhaltig wirkenden Aspekten betriebenen neuen Gebäude und einem neuen zukunftsweisenden, integrierten Gesamtkonzept kann flexibel und zukunftssicher auf die kommenden Herausforderungen reagiert werden”, heißt es auf der Webseite des Klinikums.
Den Zuschlag für den Neubau erhielt das Architekturbüro Wörner und Partner.
Das Datenblatt für den Neubau:
Daten
Neubau Klinikum Frankfurt Höchst
Derzeitiger Standort
Das Klinikum Frankfurt Höchst ist eine Einrichtung der höchsten Versorgungsstufe
Nutzfläche: ca. 52 000 m²
17 Kliniken
986 Betten vollstationär,
davon
A-Bau 492 Betten,
B-Bau 139 Betten und 45 Frühgeborenenplätze
44 tagesklinische Plätze
2.200 Beschäftigte
33.500 stationäre und 70.000 ambulante Patienten
Neubau
Der Zentralen Errichtungsgesellschaft, die mit dem Neubau und der Sanierung des Klinikums Höchst beauftragt ist, stehen insgesamt 173 Mio. € zur Verfügung.
Die Stadt hat mit der Verabschiedung des Doppelhaushaltes 2010/2011 insgesamt 99 Mio. € bereitgestellt. Zusätzlich fördert das Land Hessen den Neubau derzeit mit ca. 51 Mio. €. Die restlichen 23 Mio. € werden, nach derzeitigen Planungen, durch Kredite über das Klinikum finanziert.
Nutzflächen 2015:
Neubau: ca. 36 500 m² Nfl. (derzeitige Planung)
Bestand: ca. 10 000 m² Nfl. (derzeitige Planung)
Neubau soll weitestgehend alle medizinischen und pflegerischen und diagnostischen somatischen Einheiten des derzeitigen A- und B-Baus umfassen. (derzeitige Planungen)
Im Bestand bleiben in jedem Fall erhalten: Gebäude D und K mit medizinischer Nutzung; Gebäude C teils in medizinischer und administrativer Nutzung
z.B.: Psychiatrische Klinik, SPZ, Verwaltung, o.ä.
Bildnachweis: PIA Stadt Frankfurt am Main, Foto: Karola Neder