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BIM spart 211 Millionen Euro für das Land Berlin – auch mit Hilfe einer passgenauen CAFM-Lösung

Von – 15.04.11 – Kategorien: Facility Management

Als landeseigene Gesellschaft erzielt die BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) seit ihrer Gründung 2003 jährlich Einsparungen in Millionenhöhe für die Landeskasse. Bis zum Jahr 2010 hat sie Einsparungen in Höhe von 211 Millionen Euro über einen Zeitraum von 20 Jahren  vertraglich abgesichert. “Als Immobilienverwalter fühlen wir uns für die öffentlichen Gebäude in Berlin verantwortlich. Deshalb freuen wir uns, dass wir im letzten Jahr den Sanierungsstau in Höhe von 83 Millionen Euro noch weiter abbauen konnten”, so BIM-Geschäftsführer Sven Lemiss.

Die BIM sparte im Jahr 2010 durch Flächenoptimierungsprojekte insgesamt 50.000 Quadratmeter Fläche ein. Drei angemietete, zuvor voll besetzte Standorte konnte die Gesellschaft leerziehen. Aktuell verfügt die BIM über rund 1.300 Gebäude auf einer Gesamtfläche von 3,8 Millionen Quadratmeter. Dazu gehören neben den Dienstgebäuden der Berliner Hauptverwaltung eine Vielzahl von Landesimmobilien wie Gerichtsgebäude und berufsbildende Schulen sowie Immobilien der Berliner Polizei und Feuerwehr.

Einsparungen mit CAFM-Systemen
Beachtliche Einsparungen, die aus einer effizienten Nutzung der vorhandenen Flächen resultieren. Ohne den Einsatz von Software, einer CAFM-Software (Computer-aided facility management), ist dies nicht möglich. Letztes Jahr unterhielt ich mich im Rahmen eines Artikels für den Immobilienmanager mit Dr. Martin Freundt, dem Leiter Daten und Systemmanagement der BIM, über die verwendete Software. Man verwendet dort eine Kombination der conject-Software und SAP.

Mit ConjectFM arbeiten beispielsweise der Einkauf, das Bau-, das Portfolio- und das Property-Management. Freundt erklärte: “Wir können so zum Beispiel unsere Ausschreibungen, etwa die Reinigung, haargenau definieren. Und besonders wertvoll ist die Systemlösung bei der internen Prozessunterstützung. Egal ob Bauprojekte, große Portfoliomaßnahmen oder kleinteilige Bewirtschaftung, alle Immobilienprozesse werden kaufmännisch mit derselben Methodik abgebildet und unterstützt. Das erleichtert Vorgehen und Verständnis bei allen Beteiligten und in allen Ebenen”, sagte Freundt. Verknüpft mit der Buchhaltung werden Immobiliendienstleistungsaufträge  elektronisch verschickt und abgerechnet.

Sehr schön ist der Software-Einsatz der BIM auch in einem Artikel der Immobilien Zeitung erklärt. Es heißt dort zum Beispiel: “Gefragt nach den wesentlichen Entwicklungsschritten des Softwareeinsatzes, nennen unsere Gesprächspartner erstens das Flächen- und Raummanagement, zweitens den Schritt vom Bau zur Bewirtschaftung und drittens – den jüngsten Spross – das webbasierte Störmeldeportal bzw. Störungsmanagementportal.”

Neue Aufgaben für die BIM: Kulturimmobilien 2011
Was haben die JVA Plötzensee und die Berliner Philharmonie gemeinsam? – Beide befinden sich in der Bewirtschaftung der BIM. Die Gesellschaft hat sich längst als Ansprechpartner nicht nur für Bürogebäude, sondern auch für Immobilien mit sehr spezieller Nutzung etabliert. Einem erfolgreichen Pilotprojekt mit sechs Kultureinrichtungen (Berliner Ensemble, Konzerthaus Berlin, Literaturhaus Berlin, Maxim-Gorki-Theater, Berlinische Galerie, Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin) im Jahr 2010 folgen in diesem Jahr 17 weitere Einrichtungen wie zum Beispiel das Bauhaus-Archiv und die Berliner Philharmonie.

Positive Evaluation: Pilotprojekt Justizvollzugseinrichtungen
Im vergangenen Jahr waren bereits fünf Einrichtungen des Justizvollzugs in die Bewirtschaftung der BIM übergegangen. Das Pilotprojekt, an dem sich die Justizvollzugsanstalten Plötzensee und Charlottenburg, die Jugendstraf- und Jugendarrestanstalt Berlin sowie das Justizvollzugskrankenhaus Berlin beteiligen, wurde Ende 2010 ausgewertet – mit erfreulichem Ergebnis: Alle befragten Anstalten empfinden die Einführung des zentralen Facility Managements und die Zusammenarbeit mit der BIM als positiv.

Flughafen Tempelhof: Positive Bilanz 2010
Ebenfalls mit einem positiven Ergebnis konnte die BIM am 31. März 2011 die Bewirtschaftung des Flughafens Tempelhof an die Tempelhof Projekt GmbH übergeben: Im Jahr 2010 erwirtschaftete die Gesellschaft ein Plus von über 500.000 Euro. Noch ein Jahr zuvor betrug das Defizit fast 9 Millionen Euro. Die schwarzen Zahlen sind das Ergebnis steigender Mieteinnahmen bei gleichzeitiger Kostensenkung für die laufende Bewirtschaftung. Mietverträge mit rund 100 dauerhaften Mietern und 70 Eventmietern brachten 2010 insgesamt rund 12 Millionen Euro ein. Die öffentliche Ausschreibung von Bau- und Reinigungsleistungen sowie die Stilllegung nicht mehr benötigter Anlagen wie Tankstellen und Flugbefeuerungsanlage trugen ebenso zur Einsparung bei. Der Aufwand für die Bewirtschaftung sank so um fast 8 Millionen Euro.


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