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Beispiele für digitales Netzwerken und neue Formen der Immobilien-Präsentation

Von – 17.06.10 – Kategorien: IT

Social Media und Web 2.0 in der Immobilienbranche – Teil 2: In diesem Teil des Beitrags werden Netzwerke und Plattformen vorgestellt, auf denen Firmen der Immobilienwirtschaft Networking und Image-Werbung betreiben können. Weitere Beispiele zeigen, wo der Trend bei der Immobilienpräsentation im Netz hingeht. (Zurück zu Teil 1)

Bei den Sozialen Netzwerken (oder englisch “Social Networks”) wird unterschieden zwischen Netzwerken mit branchen-übergreifender Bedeutung (Facebook, Twitter, XING …) und Plattformen speziell für die Immobilienwirtschaft. Im Folgenden einige Beispiele: Der international aufgestellte Immobilienmakler Engel & Völkers ist in den USA bereits seit längerem in Sozialen Netzwerken aktiv, z. B. im Business-Netzwerk LinkedIN oder auf Facebook, unten als Screenshot: die Seite der Niederlassung in Los Angeles.

Facebook-Seite von Engel & Völkers California
Screenshot: Facebook-Seite von Engel & Völkers California

Aber auch die deutschen Ableger ziehen langsam nach, wie die kürzlich gegründeten Facebook-Profile der einzelnen Niederlassungen zeigen. Neben Neuigkeiten aus dem Unternehmen werden auch konkret Objekte annonciert, unten ein Beispiel von Engel & Völkers Frankfurt Commercial, eine Profilseite, die ca. 1 Monat nach ihrer Gründung bereits über 200 “Fans” hat …

Bürohaus-Angebot auf Facebook
Engel & Völkers: Bürohaus-Angebot auf Facebook

Auf der Kurznachrichten-Plattform Twitter ist die Maklerfirma ebenso aktiv, hier wiederum als Beispiel: die Twitter-Seite der Niederlassung in L. A.

Übrigens: Warum sich Twitter für Immobilienprofis lohnt, hat Daniel Rothamel bereits 2007 in seinem Blog anschaulich beschrieben, in Form einer Schritt-für-Schritt-Anleitung (englisch).

Im Business-Netzwerk XING, das sich an Mitglieder aller Branchen richtet und besonders in den deutschsprachigen Ländern weit verbreitet ist, können sogenannte “Gruppen” zu allen denkbaren Themen für den fachspezifischen Dialog und das Netzwerken gegründet werden. Ein erfolgreiches Beispiel ist die XING-Gruppe der conject AG zum Thema “Immobilien Lebenszyklus Management“.

Screenshot von kon-ii.de

Ein Beispiel für ein “Soziales Netzwerk” speziell für die Immobilienbranche ist die Plattform kon-ii.de (siehe Screenshot oben). Sie ermöglicht umfassendes und professionelles E-Business und Online-Networking für innovative Immobilienunternehmen – vom Handwerksbetrieb bis zum Großinvestor: über kon-ii kann strategisch nach potenziellen Kunden beziehungsweise Projektpartnern gesucht werden. Dass in diesem Markt enormes Potenzial steckt, haben die Gründer der kon-ii GmbH, Heiko Danz und Martin Partenheimer, schon 2008 erkannt: Sie gründeten das Netzwerkportal für die gesamte Immobilienwirtschaft. kon-ii soll alle Berufszweige miteinander in konstruktive, nachfrageorientierte und aktive Kommunikation bringen: “kon-ii ist Kommunikations-, Akquise-, Präsentations- und Marketingtool zugleich und natürlich ein Marktplatz für gute Ideen und Angebote”, erläutert Heiko Danz, mit Martin Partenheimer gleichberechtigter Geschäftsführer des Unternehmens.

Tipp für Architekten: Vor wenigen Monaten wurde in New York die Plattform “Architizer” gestartet, sie wurde schnell unter dem Titel “Das Facebook für Architekten” bekannt. Studenten, Architekten und Büros können sich mit Steckbrief, Projekten und Lebenslauf präsentieren und natürlich mit anderen in Kontakt treten.

Immobilienpräsentation 2.0

Die Objektpräsentation auf Immobilienportalen wie Immobilienscout24 und Immonet haben in den letzten Jahren deutlich an Nutzwert hinzugewonnen. Zudem sind die Angebote durch Schnittstellen flexibel geworden: so lassen sich z. B. die auf Immoscout eingestellten Objekte auch auf der eigenen Firmen-Website einbinden.
Schaut man sich Immobilienportale in den USA an, fällt auf, dass hier die Themen “Immobilienpreise” und “Finanzierung” sowie die Qualitäten der jeweiligen “Nachbarschaft” im Blickpunkt stehen: Die Online-Exposés werden auf Plattformen wie trulia.com oder cyberhomes.com durch weiterführende Informationen wie Grundstückspreise in der Nachbarschaft, Finanzierungsangebote, Ausstattung mit Schulen usw. angereichert.

Hauspreise in der Umgebung eines Objekts auf Zillow.com
Screenshot oben: Auf cyberhomes.com werden zu jedem Objekt automatisch die Hauspreise in der näheren Umgebung angezeigt.

Screenshot: Schulen im Umkreis eines Objekts
Screenshot oben: Auf trulia.com werden umfangreiche Infrastruktur-Informationen zu den angebotenen Objekten, z. B. Schulen in der Umgebung, mit Diskussionsfunktionen innerhalb der Nutzergemeinde kombiniert: “Ist das die richtige Schule für mein Kind?”

Objektpräsentation per Flickr-Landkarte

Einzelseite eines Objekts auf flickr
Einzelseite eines Objekts auf flickr

Die australische Maklerfirma Andrew McMath Real Estate nutzt die weltweit führende Web-2.0-Foto-Plattform “flickr” als Schaufenster für die Präsentation seines Immobilienportfolios. Der Vorteil: die auf die Plattform hochgeladenen Objekte lassen sich bequem als Einzelseite oder  als Galerie- bzw. Diashow-Seiten gebündelt in Form Links per E-Mail an Interessenten verschicken.

Screenshot: Flickr-Map-Ansicht
Screenshot der “Landkarten-Ansicht” mit den Objekten eines Maklers auf flickr

Besonders schön ist die Landkarten-Darstellung, die flickr per Klick erzeugt (siehe Screenshot). Damit sieht der Interessent alle Objekte des Anbieters im schnellen Überblick. Und nicht nur das: Die Landkarte kann auch mit wenigen Handgriffen in die Unternehmens-Website eingebunden werden. Da freut sich die Buchhaltung – denn es entstehen keine Nutzungskosten für diese effiziente Art der Objektpräsentation.

Die Immobilienpräsentation geht auf die Straße

Auch im Bereich der Immobilienwirtschaft wird das Internet mobil. Immobilienscout24 hat kürzlich neben der handy-optimierten Website eine eigene iPhone-App auf den Markt gebracht, auch Wettbewerber Immowelt ist inzwischen mit einer eigenen Applikation im Appstore vertreten.

Screenshots der iPhone-App von Immobilienscout24
Screenshots der iPhone-App von Immobilienscout24

“Every home has a story” oder: Wieviel hat Nachbars Haus gekostet?

Ein Blick in die USA lässt erahnen, wo die “Mobilisierung” der Internetplattformen hingehen kann: Das US-amerikanisches Immobilienportal “Zillow.com” bietet hier schon eine Art kostenlose (!) “Objekt- und Standortanalyse aus der Westentasche”. Mit der iPhone- bzw. iPad-App kann mit wenigen Fingerbewegungen auf detaillierte Informationen zu über 88 Millionen Häusern (das entspricht einem Anteil von ca. 95 % aller Wohnimmobilien der USA) zugegriffen werden, standort-bezogen, je nachdem, wo sich der Nutzer gerade aufhält.

So bekommt die sonntägliche Besichtigungstour in der Nachbarschaft eine ganz neue Qualität, wenn per iPhone nachgesehen werden kann, was Nachbars Haus gekostet hat.


Oben: Werbe-Video für die iPhone-App des Immobilienportals Zillow

Link- und Lese-Tipps

Worauf kommt es an bei den Aktivitäten in der Social-Media-Welt? Fragt man Experten, stößt man immer wieder auf Begriffe wie “Authentizität”, “Zuhören” oder “Respekt” (z. B. in Bezug auf die Kommunikation mit Kunden), z. B. bei der Autorin NikNik in ihrem Beitrag “10 Social Media Lifeskills for Real Estate Professionals“.

Weitere spannende Blogbeiträge aus dem Themenbereich Immobilien und Social Media finden Sie im Blog agentgenius.com (englisch).

Ebenfalls empfehlenswert: “Field Guide to Social Networking for REALTORS“.

Tipps für die eigenen “Social Media”-Gehversuche

Der Einstieg geht nur über das “Zuhören”: Schauen Sie sich an, was in den Sozialen Netzwerken zu “Ihren” Themen getwittert, kommentiert und geschrieben wird. Schauen Sie sich ab, wie sich “die Großen” präsentieren, und wie Firmen z. B. in den USA im “Social Web” agieren: Hier lässt sich eine Menge für die eigene Präsentations- und Kommunikationsstrategie “abgucken”.

Übrigens: eine ganz einfache Möglichkeit, die aktuellen Themen in den Sozialen Netzwerken kennenzulernen, geht über die gute alte Google-Suche: Führen Sie eine beliebige Suche aus, klicken Sie zunächst links unter dem Google-Logo auf “Mehr” und dann auf die Option “Social” (siehe Screenshot unten).

Screenshot: Google-Suche mit Schwerpunkt Social Media
Screenshot: Google-Suche mit Schwerpunkt Social Media

Es gilt: Probieren geht über Studieren! Sammeln Sie Erfahrungen, testen Sie die verschiedenen Tools und Plattformen, tauschen Sie sich mit anderen darüber aus. Haben Sie Mut zum Risiko, und versuchen Sie, positiv mit Fehlern umzugehen, aus ihnen zu lernen und optimieren Sie daraus Ihre individuelle Online-Strategie! Viel Erfolg!

Zu Teil 1 dieses Beitrags: Networking, Marketing, Präsentation


Kommentare

Social Media und Web 2.0 in der Immobilienbranche – Teil 1: Networking, Marketing, Präsentation -- ILM Forum – Der Blog über Nachhaltigkeit im Immobilien Lebenszyklus

am 17. Juni 2010 um 13:28 Uhr

[...] Zu Teil 2 dieses Beitrags – “Konkrete Beispiele für digitales Netzwerken und die neuen Formen der Immobilienpräsentation online“ [...]

Unsere Top-10-Artikel im Jahr 2010 -- ILM Forum – Der Blog über Nachhaltigkeit im Immobilien Lebenszyklus

am 6. Januar 2011 um 13:24 Uhr

[...] Beispiele für digitales Netzwerken und neue Formen der Immobilien-Präsentation [...]


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