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Veranstaltungsrückblick: Wie relevant ist “Social Media” für die Bau- und Immobilienwirtschaft?

Von – 25.05.10 – Kategorien: Events,Facility Management,IT

Am 19.05.2010 lud der Regionalkreis München des Facility Management-Verbandes RealFM e. V. zu einer spannenden Veranstaltung in die Allianz-Arena: Unter dem Titel “Transparenz durch Social Media – Auswirkungen der neuen Medien auf die Immobilienwirtschaft” wurden Antworten auf die Frage gesucht, wie Unternehmen dieser Branchen die Möglichkeiten von Social Media-Angeboten wie XING, Facebook oder Twitter für sich nutzen können.

Die Einführung gestaltete Moderator Wolfgang Moderegger (RealFM) sehr anschaulich, in dem er auf elegante Weise Zahlen sprechen liess: Das Video “The Social Media Revolution” (siehe unten) führte allen Anwesenden die enormen Zuwachsraten – über alle demographischen und gesellschaftlichen Schichten hinweg – prägnant vor Augen.


Video: The Social Media Revolution

Danach standen zwei Experten-Vorträge auf dem Programm: Zunächst erläuterte Michael Praetorius (Online-Berater bei Antenne Bayern und Social Media-Spezialist) sehr anschaulich die Nutzungsmöglichkeiten des weltweit erfolgreichsten Kurznachrichten- bzw. Mikroblogging-Dienstes Twitter.

Konkrete Beispiele, wie Social Media in Firmen sinnvoll eingesetzt werden kann – von der Personalabteilung über das Marketing bis hinauf in die Geschäftsführung, führte Christian Ehl, Geschäftsführer der Social Media-Agentur “Hillert und Co. Interactive” in seiner eindrucksvollen Präsentation vor (siehe unten).


Präsentation: Ist Social Media relevant für IHR Business?


Einige Beispiele aus der Präsentation von Christian Ehl:

  • Youtube ist nicht nur ein perfekte Möglichkeit, sich die Zeit mit Videos zu vertreiben, sondern auch eine exzellente Fundgrube für berufliches Wissen, laut Christian Ehl ist Youtube inzwischen sogar hinter Google zu einer der größten Suchmaschinen geworden. So nutzt z. B. der CAD-Hersteller Graphisoft das Videoportal dazu, seinen Kunden Schulungsvideos bereit zu stellen und präsentiert Neuheiten seiner Software in Form von bewegten Bildern.
  • SlideShare, eine Art Youtube für Powerpoint-Präsentationen, wird von mehr und mehr Firmen genutzt, die Ihren Kunden bequemen Zugriff auf Unternehmens- oder Produkt-Präsentationen geben möchten. Ehl stellte hier die Folien vom TÜV Rheinland als Beispiel für solch eine Nutzung vor. Auch seine eigene Präsentation wurde hier nach der Veranstaltung bereit gestellt (siehe oben).
  • XING: In diesem Sozialen Netzwerk mit Fokus auf Geschäftskunden diskutieren Branchenvertreter in unterschiedlichsten Fachgruppen, knüpfen neue Kontakte oder empfehlen sich einander. Und natürlich können sich auch hier Unternehmen mit eigenen Gruppenseiten oder Profilen vorstellen. Eines der Beispiele des Referenten war hierfür die XING-Gruppe von conject zum Thema “Immobilien Lebenszyklus Management”.
  • Yammer: Aus der eigenen Agentur-Praxis berichtete Christian Ehl, als er dieses Tool – quasi ein unternehmens-internes Twitter-System – vorstellte. Jeder Mitarbeiter der Agentur schreibt hier täglich 1-2 kurze Meldungen, woran er gerade arbeitet oder welche Termine in seinen Projekten anstehen. Auch als internes Kommunikationstool für Fachfragen ist die Plattform laut Ehl bestens geeignet.


Wohin geht die Reise?

Eine der Erkenntnisse des Nachmittags in der Allianz-Arena: das Thema “Social Media” ist zwar noch relativ jung, wird sich aber unaufhaltsam und in allen Lebensbereichen etablieren. Kein Unternehmen wird sich diesen neuen Arten der digitalen Öffentlichkeit und der Kommunikation entziehen können. Es geht also nicht darum, ob, sondern wie man sich die Möglichkeiten des “Neuen Internets” zu Nutze macht.

Angebote mit Bezug auf die Bau- und Immobilienbranche wurden auf der RealFM-Veranstaltung eher am Rande erwähnt, doch gerade hier werden interessante Entwicklungen auf uns zukommen. So zeigte Christian Ehl z. B. eine Anwendung, mit der sich standortabhängig Informationen zu Immobilien auf Smartphones oder iPads per Google Maps anzeigen lassen (Beispiel: Zillow Mobile). Oder: Die iPhone-App “WikiMe”, eine sogenannte “Augmented Reality” (Erweiterte Realitäts)-Anwendung, mit der sich Informationen zu Gebäuden und Sehenswürdigkeiten auf das Smartphone-Display bringen lassen. Fazit: Es bleibt spannend!


Kommentare

Martina Vallen

am 25. Mai 2010 um 14:10 Uhr

Vielen Dank für den kompakten Rückblick auf die VA. Ich selbst war vor Ort und kann nur bestätigen, was Sie sehr anschaulich zusammengefasst haben. Mein ganz persönlicher Eindruck ist, dass sich diesem Thema über kurz oder lang auch beruflich niemand mehr entziehen können wird. Herr Ehl hat auf sehr persönliche Art und Weise eine mögliche Zukunftsvision vor der Zuhörerschaft erscheinen lassen, die bei mir Lust auf Mehr erzeugt hat. Aber auch klar darlegt, dass ein fokussierter und selektierender Umgang mit Social Media unumgänglich ist. MfG MVa


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