Von Christoph Berger – 15.09.10 – Kategorien: IT
Der Trend geht klar zum modulartigen Aufbau von Software – zumindest wenn es um Software im Immobilienmanagement geht. Betrachtet man den Gesamtmarkt für Cloud Computing, dann ist dies allerdings auch in anderen Branchen und Bereichen schon mehr als nur ein Trend. Diese Einschätzung wurde mir auch wieder bei den Recherchen zum Artikel “IT im Immobilienlebenszyklus” durch Experten bestätigt.
Nun analysierten Einzelhandelsspezialisten von Jones Lang LaSalle die Bedürfnisse der Eigentümer von Shoppingcentern im Bereich Center Management. Zwei wesentliche Trends konnten sie dabei ausmachen.
Da dieser Blog von conject betrieben wird, einem auf IT im Immobilienlebenszyklus spezialisierten Softwarehaus, will ich vor allem noch einmal auf den ersten Trend etwas genauer eingehen.
Vor wenigen Wochen brachte conject seinen eignen App-Store auf den Markt, der genau diesem von Jones Lang LaSalle analysiertem Trend Rechnung trägt. Zum einen werden da die Apps nach den jeweiligen Bedürfnissen aufgelistet, zum anderen nach den einzelnen Nutzergruppen – alles frei kombinierbar. Fasst man sämtliche Module zusammen, kommt schließlich eine Full-Service-Software heraus, die die Bereiche Planmanagement und Projektkommunikation, das Facility- und Kostenmanagement, das Portfolio- und Assetmanagement, die Transaktionsabwicklung und Immobiliendokumentation sowie den Planversand und die Wirtschaftslichkeitskontrolle umfasst.
Bei Shopping Centern sind laut Jones Lang LaSalle Auftraggeber nicht selten so genannte ‘Trader Developer’. Deren Hauptziel sei es, Objekte nach erfolgreicher Entwicklung zu verkaufen. Christine Wegner, Leiterin Shopping Center Management Deutschland des Unternehmens, sagt: “Sie sind demzufolge besonders an einem professionellen Asset Management-Ansatz und passenden Bausteinen aus dem Center Management interessiert. Häufig werden bereits in der Planungsphase verstärkt Beratungsdienstleistungen nachgefragt.” Bei diesen Bedürfnissen braucht es demnach kein Komplettpaket, einzelne Module langen vollkommen aus.
Software kann also sowohl aus Full-Service-Dienstleistung als auch als Teil-Dienstleistung fungieren. Und nicht nur das. Sie schafft Transparenz und kann als Grundlage für sichere Entscheidungen eingesetzt werden. Unkoordinierte Vermarktungsaktivitäten bleiben so aus und die Attraktivität der Standorte gewahrt.
Bildnachweis: Hans-Jürgen Spengemann / pixelio.de
am 15. September 2010 um 15:37 Uhr
“Die fetten Jahre sind vorbei,” werden die All-in-one Softwarelösungsanbieter immer öfter erzählen müssen. Früher galt, alles in einem “fetten” System ist der Nutzen” schlechthin. Der Nutzen galt aber mehr den Softwarelieferanten, denn wenn ein Kunde erst mal alle Unternehmensprozesse auf diese Softwareprodukt umgestellt hatte, kam er nicht mehr davon los. Das garantierte hohe Wartungs- und Serviceeinahmen Jahr für Jahr. Nutzen für den Anwender wurde (hoffentlich) per aufwendiger monatelanger Anpassung umständlich implementiert. Jetzt stellen sich die Softwareanbieter dem Urteil des Anwenders und nicht dem des Einkäufers und / oder Managements. Jeweils eine passende Anwendung, die nicht mehr die Lösung für alles sein muss. Juhu, die schlanken Jahre kommen – endlich!
am 16. September 2010 um 22:38 Uhr
Hallo,
vielen Dank für den Hinweis auf unsere neue Web Site. Allerdings muss ich ein paar Punkte klarstellen:
1. Wir haben keinen App Store. Auf unserer Web Site können unsere Kunden keine Apps runterladen, sondern nur sich über unsere ILM Anwendungen informieren.
2. Unsere ILM Anwendungen sind nicht Module einer “Full-Service-Software”, sondern einzelne, in sich geschlossene Anwendungen, die jede für sich ein Set von Prozessen im ILM abdeckt. Die Anwendungen sind an einigen Stellen miteinander verknüpft, aber sie bilden zusammen kein geschlossenes, monolithisches System.
Liebe Grüße
Chris Brandt
CTO
conject AG
am 17. September 2010 um 17:43 Uhr
[...] Koray Karaali: Am Markt für Software im Immobilienbereich scheint sich der Trend in Richtung speziell auf eine Lösung ausgerichtete Software zu wenden. Siehe auch den bereits hier im ILMForum geposteten Beitrag ‚Voll im Trend mit App-Store‘. [...]