Von Koray Karaali – 07.11.11 – Kategorien: Nachhaltigkeit
Wenn die Vereinten Nationen es ernst meinen mit dem Umbau der Weltwirtschaft in Richtung Nachhaltigkeit, dann brauchen sie schlagkräftige Institutionen, die diesen Wandel unterstützen. Wie die aussehen können, hat Marianne Beisheim von der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) untersucht.
Die promovierte Politikwissenschaftlerin forscht in der Berliner Denkfabrik zu Fragen globaler Regierungsführung. Gemeinsam mit den SWP-Forschern Birgit Lode und Nils Simon untersuchte sie im September Optionen zur Reform der UN-Kommission für Nachhaltige Entwicklung (CSD). Als aussichtsreichste Reformvariante sehen die Wissenschaftler die Einrichtung eines Rates für Nachhaltige Entwicklung als Nebenorgan der UN-Generalversammlung. Er soll an die Stelle der CSD treten, die in ihrer jetzigen Form ihrem Mandat nicht gerecht werden könne. Die Forscher plädieren dafür, den ambitionierten, zielorientierten Umbau der Nachhaltigkeitsorganisation im kommenden Sommer auf der UN-Konferenz für nachhaltige Entwicklung in Rio de Janeiro anzugehen. Was das brächte, woran die CSD krankt und wie ein globaler Nachhaltigkeitsrat aussehen könnte, erklärt Beisheim im Interview.
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