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Siemens und nachhaltige Stadtentwicklung?

Von – 23.06.11 – Kategorien: Nachhaltigkeit

Der Siemens-Konzern hat eine vierte Säule neben den Sparten Industrie, Energie und Medizintechnik gegründet. Der neue Bereich baut auf den Zukunftsmarkt der grünen Infrastrukturprojekte in Metropolen. Diese Entscheidung bringt auch eine neue Personalie ins Spiel, es wird mit dem neuen Sektor auch ein weiteres Vorstandsmitglied geben.

Die FAZ schreibt dazu: „Ansätze einer Fokussierung auf den „Mega-Trend“ Ballungszentren hatte es schon unter dem Vorstandsvorsitzenden Klaus Kleinfeld gegeben, dem Vorgänger von Löscher. Nach dessen Eintritt Mitte 2007 hatte er eine neue Struktur eingezogen und den Konzern in die drei Sektoren eingeteilt. Auf den ersten Blick scheint der vierte Sektor Ähnlichkeiten mit Schneider Electric zu haben. Mit elektrischer Energieverteilung, Gebäudetechnik und erneuerbaren Energien hat sich der französische Konkurrent schon vor Jahren auf ähnliche Trends ausgerichtet.

Das Besondere an diesem Schritt ist, dass Siemens mit dem neuen Sektor einen logischen Bruch zu seinen bisherigen Geschäften vollzieht. Der Name Siemens stand jeher für Ingenieurskunst und produktorientierte Entscheidungen. „Die neue Säule adressiert klar eine Kundengruppe mit enormen Marktvolumen für grüne Infrastrukturprojekte.

Die FAZ sieht den Umbau der Konzernstrukturen kritisch und weist darauf hin, dass die Entscheidung für den neuen Sektor nicht vorbehaltlos nachvollziehbar ist, da sich die Bereiche teilweise überschneiden. „Beispielsweise das Geschäft mit intelligenten Stromnetzen (Smart Grid), das in dem Sektor zu finden ist. Zwar wird die Stromversorgung in Gebäuden und Städten über intelligente Steuerungen als Zukunftsmarkt bedeutender. Zu Smart Grid gehört aber vor allem die Energieübertragung von Solar- oder Windkraftstrom etwa über lange Stromautobahnen zu den Abnehmern. Genauso ist Speicherung von Strom eine Herausforderung, da Sonne und Wind anders als Kohle- und Gaskraftwerke nicht steuerbar sind. Das sind Felder des Energiesektors mit Energieversorgern und Industrien als Kunden.“

Im Gespräch mit einem Siemens-Mitarbeiter aus Süddeutschland wurde mir auch bestätigt, dass die Umorganisation der Sektoren Auswirkungen auf die Organisation der Belegschaft hat. Aber Siemens wäre nicht der Konzern Siemens wenn es sich nicht immer auf Veränderungen in der Gesellschaft und Wirtschaft eingelassen hätte und auch mit der absoluten Konsequenz seine Ziele verfolgt. So kann man im neugestalteten Webauftritt zum Sektor Nachhaltige Stadtentwicklung sehen wie Ernst es Siemens meint.

Weiterführender Artikel auf FAZ.NET…

Weiterführender Artikel auf WELT ONLINE…

Webauftritt Siemens: Nachhaltige Stadtentwicklung…


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