Von Christoph Berger – 29.05.12 – Kategorien: Nachhaltigkeit
Bei mehr als einem Viertel von 1.000 Hauseigentümern, die ihre Häuser kürzlich energetisch saniert haben, stellten sich die gewünschten Energieeinsparungen gar nicht ein und bei weiteren 28 Prozent fallen sie so klein aus, dass sich die Investitionen frühestens in 25 Jahren rechnen werden. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen forsa-Umfrage im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv).
Daher ist die energetische Gebäudesanierung bisher wenig effektiv, das von der Bundesregierung ausgegebene Ziel, bis 2050 den Primärenergiebedarf um 80 Prozent zu reduzieren, nicht zu erreichen.
Knackpunkte sieht der vzbv bei der energetichen Häusersanierung vor allem in drei Punkten:
Der vzbv zieht aus dem Ergebnis das Fazit: Die Eigenheimbesitzer sind bei dem Thema überfordert. Festmachen lässt sich diese Interpretation an folgenden Zahlen. Die Energieeinsparung lag bei Hausbesitzern, die auf eine Beratung verzichtet hatten, im Schnitt bei 16 Prozent. Wer eine unabhängige Beratung eines Architekten oder Ingenieurs in Anspruch genommen hatte, freute sich über Einsparungen von durchschnittlich 27 Prozent. Allerdings kamen insgesamt nur drei Prozent aller Sanierer auf Energieeinsparungen von über 50 Prozent. doch nahm überhaupt nur ein Viertel der Befragten vor der Sanierung eine unabhängige Beratung in Anspruch.
Auch weitere Ergebnisse werfen nach Ansicht der Verbraucherschützer Fragen auf: So hatten 80 Prozent der Befragten keine staatliche Förderung in Anspruch genommen. 83 Prozent erhielten nach den Maßnahmen keinen Qualitätsnachweis.
Bildnachweis: s.media / pixelio.de