Von Koray Karaali – 29.11.10 – Kategorien: Nachhaltigkeit
„Rio+20“: Neue Wirtschaftsinitiative will bei Vorbereitungen mitreden
Auf der für das Frühjahr 2012 im brasilianischen Rio de Janeiro angesetzten Weltnachhaltigkeitskonferenz „Rio+20” wollen die Vereinten Nationen den Weg in eine „grüne“ Weltwirtschaft ebnen und Reformen für schlagkräftigere UN-Institutionen anstoßen.
Mit einer neu formierten Wirtschaftsinitiative für Nachhaltige Entwicklung wollen sich die Internationale Handelskammer, das Unternehmensnetzwerk „World Business Council for Sustainable Development“ (WBCSD) und der Global Compact der Vereinten Nationen Gehör verschaffen. Der Initiative geht es auch um Anerkennung der Unternehmen als wichtige Verbündete auf dem Weg zur Nachhaltigkeit.
Seit der Vorläuferkonferenz von Rio+20 – dem Weltnachhaltigkeitsgipfel von 1992, der ebenfalls in Rio stattfand – hat die Wirtschaft nach Einschätzung von Chad Holiday, Chef der Bank of America und Vorsitzender der neuen Wirtschaftsinitiative, „gewaltige Fortschritte bei der Verinnerlichung“ des Leitbilds der nachhaltigen Entwicklung gemacht. Die Initiative Business Action for Sustainable Development 2012 soll diese Fortschritte nun deutlicher machen und unternehmerische Lösungen für mehr Nachhaltigkeit in die Rio+20-Vorbereitungen einbringen.
WBCSD-Vorsitzender Björn Stigson wies bei der Vorstellung der Initiative Ende Oktober darauf hin, dass Unternehmen die größten Investoren in Nachhaltigkeitstechnologien und „Quelle für die benötigten Innovationen“ seien. Die Wirtschaft, sagte Stigson, gehe als Partner nach Rio und müsse dort bei jeder Entscheidung eingebunden werden. Über an der Initiative teilnehmende Unternehmen wurde bislang nichts bekannt, ebenso wenig über konkrete unternehmerische Nachhaltigkeitslösungen, die in der Konferenzvorbereitung eine Rolle spielen sollen.
Die vollständige Meldung lesen Sie unter www.nachhaltigkeitsrat.de.